RheinFlanke veranstaltet internationales Fußballfestival

Zur Förderung des interkulturellen Austauschs Jugendlicher, hat das internationale Netzwerk streetfootballworld das football3 Festival ins Leben gerufen. In diesem Jahr veranstaltete die RheinFlanke gGmbH als deutsche Vertreterin das internationale Event.

Vom 14. bis zum 18. September besuchten über 100 Jugendliche aus zehn europäischen Nationen die Jugendhilfeträgerin in Köln. Neben einem großen Fußballturnier nach den innovativen football3-Regeln fand dort auch das dazugehörige Jugendcamp statt. In verschiedenen Workshops konnten die Teilnehmer_innen hier auf spielerische Art etwas über Integration und kulturelle Unterschiede lernen, probierten viele neue Sportarten aus und besichtigten gemeinsam die Domstadt. Ein besonderes Highlight war der Besuch des Profifußballers und football3 Schirmherrn Sebastian Rode.

 

Am dritten Festivaltag begann dann das football3 Turnier. football3 ist eine Straßenfußball-Methode, die das Potenzial des Fußballs nutzt, um gemeinsame Werte wie Fair Play und Toleranz zu vermitteln. Benannt nach seinen „drei Hälften“ – Diskussion vor dem Spiel, Fußballspiel und Diskussion nach dem Spiel – verbindet football3 das Geschehen auf dem Platz mit sozialen Kompetenzen, die auch fernab der Seitenlinien wichtig sind. Flexible Regeln, die von den Spieler_innen vor jedem Spiel neu festgelegt werden können, eignen sich dabei besonders, um spezifische soziale Themen und vor allem das Fair Play anzusprechen und zu fördern. In der Diskussion nach dem Spiel werden zusätzlich zu den Punkten für die Tore Punkte für die Einhaltung der vorher festgelegten Regeln vergeben. Dies geschieht durch die Mannschaften selber, sodass die Spieler_innen lernen, ihr eigenes Verhalten zu reflektieren, sich in Diskussionen einzubringen sowie Kritik zu äußern und anzunehmen. Da football3 ohne Schiedsrichter gespielt wird, müssen die Spieler_innen Konflikte durch Dialog und Kompromisse selbst lösen. Moderiert werden die Diskussionen von den Young Leadern.

Den Anstoß zum ersten Turnierspiel in Köln führte die Staatssekretärin aus der Staatskanzlei von Nordrhein-Westfalen für Sport und Ehrenamt, Andrea Milz, aus. „Sport, Integration, Kultur und soziales Engagement – das Festival17 bringt alles unter einen Hut und zeigt wiedereinmal, wie weltoffen wir hier in Nordrhein-Westfalen sind“, fasst die Politikerin die Veranstaltung begeistert zusammen.
Gefördert wurde das Festival17 durch die Coca Cola Foundation als Hauptsponsor, das Bundesministerium des Inneren, die DFL Stiftung, die Lukas Podolski Stiftung, das Erasmus+ Programm der Europäischen Union sowie die Til Schweiger Foundation, die Pro Sky Group und die Gold-Kraemer-Stiftung.

„Wir danken allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen für das Engagement und den Unterstützern und Unterstützerinnen für das entgegengebrachte Vertrauen. Wir fühlen uns getragen von der Freude, Begeisterung und dem Enthusiasmus der letzten Tage“, freut sich RheinFlanke Mitarbeiter und Festival-Koordinator Arne Dreyer über den gelungenen Verlauf der Veranstaltung.

Das Festival18 findet im kommenden Jahr in Moskau statt, zu dem dann auch eine Delegation von Jugendlichen aus den RheinFlanke Projekten anreisen wird.