Forschungsprojekt – Soziales Lernen durch Fußball

Die Frage, ob der Fußball unter bestimmten Bedingungen zum Motor sozialer Entwicklung von Kindern und Jugendlichen werden kann, ist für die RheinFlanke von zentraler Bedeutung.

– Younis Kamil, Leiter Forschungsprojekt

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Bislang existieren nur wenige gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse zur Wirkung von Sportprogrammen auf die soziale und emotionale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Das Forschungsprojekt der RheinFlanke soll daher neue Grundlagen für die Jungendarbeit schaffen.
Unter der Fragestellung, unter welchen sozialen, räumlichen und strukturellen Bedingungen der Fußball zu einer Verhaltensmodifikation führen kann, soll erprobt werden, ob ein speziell entwickeltes Fußballprogramm zu positiven Veränderungen im Sozialverhalten führt. Darüber hinaus soll erforscht werden, welche Methodik und Didaktik sich dazu am besten eignen.
Eine Gruppe von 24 Kindern im Alter von 9 bis 12 Jahren der Heinrich-Böll-Primarschule in Frechen nimmt an der Studie teil. Die Kinder dieser Förderschule leiden unter verschiedenen emotionalen und sozialen Entwicklungsstörungen. Ein Fußball- orientiertes Bewegungsangebot, welches auf gezielte Weise die Fähigkeiten der Kinder fördert ist Grundlage des Programms. Es umfasst zwei Trainingseinheiten pro Woche, in denen sportliche Inhalte stets mit mentalen und sozialen Inhalten verknüpft werden. Dabei werden die entwicklungspädagogischen Ansätze der Schule und die pädagogischen Ansätze der freien Jugendarbeit miteinander verbunden. Im Vergleich mit einer Kontrollgruppe werden dann die Ergebnisse abschließend ausgewertet. Resultat der Forschungsarbeit soll ein erprobtes und wissenschaftlich fundiertes Programm sein, welches nachweislich die sozialen Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen anspricht und gezielt fördert. Das Forschungsprojekt endet im Sommer 2016.
Die Ergebnisse werden hier und in einem Handbuch veröffentlicht.

Younis Kamil

Younis_Kamil

Leiter Forschungsprojekt

kamil@rheinflanke.de
0176 · 23736231

Kooperationen

Das Forschungsprojekt findet in Kooperation mit der Gold-Kraemer-Stiftung, einer gemeinnützigen Stiftung zur Förderung von geistig und körperlich behinderten, armen, alten und kranken Menschen, die von den Eheleuten Honorar-Generalkonsul a. D. Paul R. und Katharina Kraemer im Jahr 1972 gegründet wurde, statt.