Die Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für die Mechanismen von extremistischen Bewegungen und die Prävention von Radikalisierungstendenzen sind der RheinFlanke gGmbH ein besonders Anliegen. Daher bietet die gemeinnützige Organisation spezifische Programme zur Radikalisierungsprävention an und bindet das Thema auch regelmäßig in ihre Angebote der Kinder- und Jugendhilfe ein.
Im Rahmen des RheinFlanke Angebots „Soziales Lernen“ an der Ursula-Kuhr-Gemeinschaftshauptschule haben 18 Schülerinnen und Schüler nun das NS-Dokumentationszentrum im EL-DE-Haus in der Kölner Innenstadt besucht. Das EL-DE-Haus war von 1935 bis 1945 Sitz der Kölner Gestapo und ist heute ein Ort der Auseinandersetzung mit der NS-Geschichte der Stadt.
Bevor die Kursteilnehmer_innen gemeinsam die Dauerausstellung des Hauses besuchten, setzten sie sich zunächst in einem Workshop mit den geschichtlichen und sozialen Hintergründen des Nationalsozialismus auseinander. In der Ausstellung wurde dann bereits deutlich, dass ein besseres Verständnis für Thematik in den Schüler_innen geweckt werden konnte. Einige erkannten zum Beispiel, dass die ausgestellten Geschichten der Menschen die ihrer Vorfahren sein könnten. Im Anschluss an die Führung durch das Zentrum wurden die Problematiken der Ausgrenzung von bestimmten gesellschaftlichen Gruppen von der Nachkriegszeit bis heute dann nochmals mittels einer interaktiven Übung bearbeitet.
„Besonders spannend zu beobachten waren die Denkprozesse, die unser Ausflug bei den Schülerinnen und Schülern ausgelöst hat. Noch während der Führung wurde einigen zum Beispiel klar, wie inflationär sie Begrifflichkeiten wie „Zigeuner“ in ihrer alltäglichen Sprache gebrauchen“, erklärt RheinFlanke Mitarbeiter Stephan Hülsmann.
Veranstaltungen wie diese in Zusammenarbeit mit dem NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln will die RheinFlanke gGmbH auch in Zukunft durchführen, um die Aufklärung von Kindern und Jugendlichen weiterhin zu fördern.[yg]