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Mit diesem Box-Projekt in der Südstadt, hat die RheinFlanke gGmbH in Kooperation mit dem Jugendzentrum GOT St. Josef, ein gewaltpräventives und sportpädagogisches Projekt im Rahmen der Mobilen Jugendarbeit in der Stadt Grevenbroich initiiert.

Seit Oktober 2009 findet nun einmal wöchentlich in der kleinen Sporthalle auf dem Geländer der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule das sportpädagogische Boxtraining statt.
Ein insgesamt dreiköpfiges Team von zwei Boxtrainern, begleitet durch den Mobilen Jugendarbeiter, ermöglicht den Jugendlichen im Alter von 12-18 die regelmäßige Teilnahme an diesem innovativen Projekt. Jeweils samstags trifft sich eine Gruppe von durchschnittlich 12 jungen Männern in der Südstadt, um an diesem gewaltpräventiven Boxtraining, unter dem Motto „Gegen Gewalt - Für Respekt und Toleranz“, teilzunehmen.
Ein entscheidender Aspekt des Box- Projektes der RheinFlanke ist es, mit den Jugendlichen gemeinsam herauszuarbeiten, dass Kampf, wie er im Boxtraining innerhalb des Box-Projektes praktiziert wird, sich elementar von Gewalt unterscheidet. Kämpfen stellt ein zentrales Thema in der Entwicklung von jungen Männern dar. Obwohl das Kämpfen an sich in der Gesellschaft oftmals stigmatisiert und unerwünscht ist, bietet dieses spezielle pädagogische Angebot für die teilnehmenden Jugendlichen eine Möglichkeit, sich sehr körperbetont und kämpferisch auszuprobieren. Die jugendlichen Teilnehmer des Projektes hatten oder haben verschiedene Erfahrungen von Gewalt. Verschiedene Formen von Gewalt lassen sich in diesem Zusammenhang benennen. Sowohl physische als auch psychologische Gewalt ist oftmals Bestandteil der Lebenswelt von Jugendlichen.

Das Box-Projekt hat das Ziel, verschiedene Prozesse und Entwicklungen unter den Jugendlichen zu initiieren und aufzufangen. Während der Trainingseinheit als auch im Rahmen der Vor- und Nachbereitung finden Gespräche mit einzelnen oder mit der Gruppe statt. Sowohl alltägliche Situationen mit dem Thema Gewalt als auch Gruppenprozesse im Training werden thematisiert. Die Begleitung des Mobilen Jugendarbeiters nimmt hier eine wichtige Rolle ein. Seine Anwesenheit beim Training und sein ständiger Kontakt zu den Jugendlichen ermöglicht es, solche Gespräche zu vertiefen und wenn möglich aufzuarbeiten.
Im Durchschnitt nehmen 12 Jugendliche an dem Training teil. Seit Beginn des Projekts haben über 30 Jugendliche an dem Box-Projekt teilgenommen. Es scheint als habe sich eine Kerngruppe von 10-15 Jugendlichen entwickelt, die das Boxtraining regelmäßig besuchen. Diese Jugendlichen berichten über ihre positive Einstellung dem Training und der Begleitung gegenüber. Die Jugendlichen schätzen das Engagement der Trainer und des Mobilen Jugendarbeiters.
Der Großteil der teilnehmenden Jugendlichen lebt in der Südstadt. Im Laufe der Zeit haben sich jedoch auch Jugendliche aus anderen Stadtteilen (Allrath, Innenstadt, Elsen) dem Training angeschlossen.
Die gute Kooperation der Mobilen Jugendarbeit mit verschiedenen Institutionen (z.B., Hans-Sachs-Schule, Käthe-Kollwitz Gesamtschule) und der GOT St. Josef in der Südstadt zeigt sich hier als überaus hilfreich. Auch die guten Kontakte zu dem hiesigen Thai-Box Verein in der Südstadt haben einen positiven Einfluss auf die Durchführung des Projekts.

Ein fester Bestandteil des Projekts ist ein mehr informeller und gemütlicher Teil des Trainings. In regelmäßigen Abständen wird gemeinsam nach dem Training gemütlich zusammen gegessen. Sinn und Zweck für solche Treffen ist das gegenseitige besser kennenlernen. Zurzeit wird, wie von den teilnehmenden Jugendlichen gewünscht, authentisch türkisch gegessen. Beim gemeinsamen Essen ergeben sich Momente, sich auf einer lockeren Ebene, über verschiedenste Themen zu unterhalten. Die Jugendlichen nehmen dies sehr gerne an und nutzen diese Zeiten um sich mit den Erwachsenen über diverse Themen zu unterhalten.
Aus Sicht der Jugendlichen, der Boxtrainer und des Mobilen Jugendarbeiters ist der Verlauf des Projekts überaus positiv. So gab es keine Störungen innerhalb der Gruppe. Auch zwischen den Betreuern und den Jugendlichen besteht eine positive Beziehung, die zum guten Verlauf des Projekts beiträgt.
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