Mit dem Radicalisation Awareness Network (RAN) will die EU-Kommission gegen Extremismus vorgehen. Das wichtigste Mittel dabei ist der interdisziplinäre Austausch von Fachkräften aus der gesamten Europäischen Union.
Bei RAN engagieren sich Fachleute, die als Mitarbeiter_innen zivilgesellschaftlicher Akteure_innen oder staatlicher Stellen tätig sind oder in direkter Auseinandersetzung mit radikalisierungsgefährdeten oder radikalisierten Menschen arbeiten. In regelmäßigen Abständen finden dazu Konferenzen statt, auf denen sich die Mitglieder kennenlernen und austauschen können. In spezifischen Workshops teilen sie ihr Wissen und begutachten bewährte Praktiken aus allen Teilen der EU. Im Anschluss werden dann die Ergebnisse in Form von Handreichungen, Protokollen und Beispielen guter Praxis publiziert und dienen als Leitfaden für die zukünftige Arbeit.
Am 6. und 7. März nahm nun die RheinFlanke gGmbH erstmals an einer EU-RAN-Konferenz teil. In Lissabon konnte die Jugendhilfeträgerin ihr Modellprojekt zur Radikalisierungsprävention Spiel dich frei! vorstellen. Das Projekt findet in Kooperation mit dem internationalen Netzwerk streetfootballworld, dem Liberal Islamischen Bund und dem Künstlerkollektiv Crossarts Cologne statt und wird durch das Bundesprogramm Demokratie leben! gefördert. „Der internationale Austausch mit anderen Organisationen ist für die Weiterentwicklung unserer Programme besonders wichtig. In der heutigen Diskussion konnten wir vor allem die Rolle des Sports in der Beziehungsarbeit mit jungen Menschen herausarbeiten. In unserem Projekt sehen wir täglich, dass Sport Identität stiftet, Rückhalt gibt und Vertrauen schafft und auf diese Weise präventiv gegen Radikalisierungstendenzen wirkt“, erklärt RheinFlanke Mitarbeiter André Gersmeier.[yg]